Einführung in die systemische Theorie und Praxis
THEORIE
Systemtheorie
Die Teilnehmenden werden geschult, das Verhalten von KlientInnen als eine Reaktion auf die Bedingungen ihres früheren oder aktuellen Kontexts zu begreifen. Daraus entsteht Verständnis für das so Gewordensein.
Konstruktivismus
Zum anderen lernen die Teilnehmenden, die inneren Denk- und Erlebensweisen der KlientInnen zu erforschen. Wenn KlientInnen erkennen, dass diese heute nicht mehr tauglich sind, steigt die Motivation zur Veränderung.
Autopoiesis
Die Teilnehmenden begreifen nach und nach, dass Menschen „eigensinnige“ Wesen sind, die man nicht instruieren kann. Nur eine vertrauensvolle Beziehung in der Beratung kann einen Raum schaffen, der einlädt auch anders zu denken und Neues auszuprobieren.
METHODEN
Die systemischen Interventionstechniken und Methoden zeichnen sich dadurch aus, dass sie neues Denken anregen, erlebnisintensiv und anschaulich sind.
- Systeme legen, malen, darstellen
- Genogramm (Drei-Generationen-Perspektive)
- Sichtweisen erweitern oder wechseln
- das Positive hervorheben (reframen)
- systemische Fragen stellen
- zum Problem und zur Lösung
- zum äußeren Kontext und zu inneren Konstrukten
- zu Ressourcen und zur Lösungszuversicht
ARBEITEN MIT KINDERN UND JUGENDLICHEN
Kinder sind lernfähig und neugierig. Diese Fähigkeiten können in der Beratung und Therapie genutzt werden, um ihre Resilienz zu fördern: ihre psychische Widerstandkraft, ihre Selbstwirksamkeit, ihre Lösungszuversicht.
FAMILIEN-REKONSTRUKTION (Selbsterfahrung)
Die Teilnehmenden können bei dieser Methode ihre eigene Herkunftsfamilie in verschiedenen Stadien darstellen lassen und das Geschehen aus heutiger Sicht betrachten. Dadurch werden Ablösungsprozesse in Gang gesetzt, alte Familienlasten abgelegt, die Ressourcen der Familie geankert und für das heutige Leben nutzbar gemacht.





